Gespeichert von Felix Dick am
Vom 30. Juli bis 8. August 2026 waren wir, der Stamm Dettingen, mit 29 Teilnehmenden und 12 weiteren französischen Pfadis auf dem Bundeslager des VCP unter dem Motto „ungeschrieben – Geschichte wird, was du daraus machst“ in Almke bei Wolfsburg.
Unsere Reise begann am ersten Ferientag bereits um 4 Uhr morgens in Kirchheim. Mit dem Zug ging es über Stuttgart und Wolfsburg zum großen Zeltplatz. Dort trafen sich die insgesamt rund 5200 Teilnehmenden aus dem VCP mit Gastgruppen aus 16 Ländern. Wir waren im Teillager „Niederkaltenhausen“ des Landesverbands Bayern mit einem Dorfplatz und einer Jurtenkirche untergebracht und erlebten dort das Dorfleben und Geschichten der örtlichen Dorfpolizei mit ihrer SOKO Sakramen und der Suche nach der verschwundenen Bavaria-Statue. Zu den Teillager-Programmpunkten wurden wir immer mit dem richtigen Ohrwurm „Z’spat dro“ von LaBrassBanda zusammengerufen.
Am ersten Tag kamen wir erst einmal auf dem Lagerplatz an, wobei direkt ein Sturm für eingestürzte Zelte und kaputtes Material sorgte. Viele Gruppen mussten deshalb mehrfach ihre Zelte aufbauen – auch wir. So konnten wir unserer frisch kennengelernten Gastgruppe aus der Nähe von Paris direkt das Aufbauen von Schwarzzelten beibringen und zum Glück das Küchenzelt und die leckeren Käsespätzle darin retten. Am zweiten Tag ging es gemeinsam mit allen Teilnehmern aus dem Teillager und dem „BuLazei“-Auto zur Lagereröffnung, bei der wir das erste Mal unser Lagerlied „ungeschrieben“ gesungen haben. Das dunkelrote Lagershirt und das Lagerlied wurden zu Erkennungszeichen des ganzen Lagers. Am Nachmittag gab es zum ersten Mal spannende und schöne Workshops, bei denen man kreativ werden konnte und andere Pfadis kennenlernte. Es gab Workshops wie zum Beispiel Schnitzen von Löffeln, Mithelfen bei einem Ernteeinsatz bei einem nahegelegenen Bauern und verschiedene Bastelmöglichkeiten. Ein Ausflug ins Freibad neben dem Zeltplatz durfte bei der Hitze auch nicht fehlen. Weiterhin gab es viele Oasen mit Essen, Trinken und Eis, die man abseits vom Programm besuchen konnte. Am Sonntag war Besuchstag, das heißt zum Lagergottesdienst, einem Anspiel zur Lagergeschichte und den nachmittäglichen Workshops konnten auch Besucher kommen und Lageralltag schnuppern. Am fünften Tag gab es nachmittags im Teillager spaßige Challenges wie z.B. Schraubensuchen innerhalb unseres coolen Teillagers. Ein weiteres Highlight war am sechsten Tag der „internationale Nachmittag“ bei denen es interessante Bastelaktionen und spannende Auftritte der internationalen Gruppen gab. Danach haben wir uns im Freibad eine Abkühlung gegönnt und es gab dann auch schon wieder leckeres Abendessen. Am Abend haben wir uns den Singewettstreit Vorentscheid von unserem Teillager gespannt angehört und dabei leckeres Paulaner Spezi getrunken. Danach krochen wir in unsere Schlafsäcke. In aller Früh, gegen drei Uhr, gab es in der folgenden Nacht ein großes und aufregendes Gewitter, bei dem wir sogar in die großen weißen Festzelte evakuiert werden mussten. Zur Beruhigung aßen wir ein bisschen Schoki. Als das Gewitter nach einer Stunde vorbei war und wir wieder in unsere Zelte zurückkehren durften, waren wir alle immer noch aufgewühlt und nass aufgrund des Regens. Da einige von uns noch ein wenig froren, gab es um 5 Uhr morgens ein wärmendes Feuer und heiße Schokolade mit Nutella Brot zum Aufwärmen. DANKE an unser tolles Küchenteam und unsere Mitarbeitenden! Danach sind wir müde auf die Isomatten gefallen und haben ausgiebig geschlafen. Eigentlich sollte es am Morgen auf das Hajk gehen, aber aufgrund der Wetterbedingungen und der Müdigkeit nach der chaotischen Nacht haben wir beschlossen den siebten Tag zunächst ganz ruhig und gelassen anzugehen. Nachdem wir lange ausgeschlafen hatten, sind wir am Nachmittag ins Freibad gegangen und haben am Abend den Singewettstreit an der Großbühne angeschaut. Um unser Hajk nachzuholen, hatten wir uns entschlossen am achten Tag einen Ausflug nach Wolfsburg durchzuführen. So ging es also am nächsten Morgen los in Richtung Wolfsburg. Dort haben wir in kleineren Gruppen die Stadt erkundet und teilweise auch ausgiebig Döner gegessen, andere waren beim Griechen (da sonst die Verpflegung auf dem Bundeslager rein vegetarisch war). Am Abend durften wir gemeinsam mit unserer Gastgruppe beim internationalen Abendessen teilnehmen und Mahlzeiten aus verschiedenen Ländern probieren und viele neue Pfadfinder aus verschieden Ländern kennenlernen. Unsere Gastgruppe kochte leckere Crêpes für den Abend, wobei auch ein paar Pfadis von uns tatkräftig mithalfen. Am neunten Tag hatten wir das letzte Mal Workshops, nachmittags war auch schon der Teillagerabschluss und am Abend war der Abschluss mit allen Teilnehmenden. Es war superschön nochmals mit so vielen Pfadis zusammenzukommen und gemeinsam „Nehmt Abschied Brüder“ zu singen. Am letzten Tag haben wir alles abgebaut und sind anschließend in Richtung Heimat gefahren. Als wir spätabends am Kirchheimer Bahnhof ankamen, haben wir uns alle müde aber mit vielen schönen Erinnerungen im Gepäck verabschiedet.
Vor allem das Teillager, die internationalen Begegnungen mit unseren französischen Pfadfindern, der internationalen Nachmittag und Abend werden uns in schöner Erinnerung bleiben. Wir haben auch Unterschiede bei den Pfadfindern aus anderen Ländern kennengelernt und vor allem viele nette Pfadis kennengelernt. Zwischen den Programmpunkten blieb auch Zeit für kleine Momente wie gemeinsame Gespräche und das Singen am Abend. Wenn wir zurückschauen, passt das Motto „ungeschrieben – Geschichte wird, was du draus machst“ wirklich gut. Und genau so war dieses Abenteuer eine aufregende Geschichte, die wir als Stamm so schnell nicht vergessen werden.
Gut Pfad
Anna Ochs und Laura Liebrich
aus der Sippe Waschbär







